Über COMPAS

COMPAS steht für "Comprehensive Multiprofessional Education for improving, distributive and implementing Patient Safety and maintenance of workforce in the EMR". 

Dieses Projekt ist Teil des EU-finanzierten INTERREG Euregio Maas-Rhein (EMR) Programms und wird von den regionalen Behörden der drei EMR-Länder Belgien, Niederlande und Deutschland kofinanziert.

 

Bedeutung des Projekts

"Sich zu irren ist menschlich, daraus zu lernen ist göttlich" (in Anlehnung an Alexander Pope). Die Patientensicherheit ist ein bedeutendes und zunehmend wichtiges Anliegen. Insgesamt deuten die vorliegenden Erkenntnisse darauf hin, dass mindestens 15% der Krankenhausausgaben und -aktivitäten auf die Behandlung von Sicherheitsversagen zurückgeführt werden können. Die Risiken für die Patientensicherheit sind größtenteils auf menschliche Faktoren, Kommunikation und Missverständnisse in der Teamarbeit zurückzuführen. Trotz umfangreicher Erfahrung, Kenntnisse und Kompetenzen des medizinischen Personals kommt es bei einem von zehn hospitalisierten Patienten zu einem unerwünschten Ereignis, von denen die Hälfte als vermeidbar gilt. Trotz der bisherigen Fortschritte ist die Wirksamkeit der gegenwärtigen Maßnahmen zur Verbesserung des Gesundheitssystems enttäuschend, was die Bedeutung eines Konzepts unterstreicht, das die Patientensicherheit in einen ganzheitlichen Ansatz einbezieht. Die Erhaltung des Gesundheitspersonals in der Euregio Maas-Rhein und die Förderung der Resilienz ist ein äußerst wichtiges Anliegen, das verwirklicht werden muss und nicht auf den Krisenfall limitiert werden sollte.

 

Das Auftreten von Vorfällen im Bereich der Patientensicherheit hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben aktivem Versagen (menschliches Versagen) werden die Kommunikation und die Sicherheitskultur als wichtige kausale Faktoren hervorgehoben. Außerdem sind die Mitarbeitenden nicht ausreichend geschult, um mit Veränderungen und Innovationen im Gesundheitswesen umzugehen. Dies betrifft nicht zuletzt auch die Innovation von Pflegeprozessen und -systemen. Dies führt zu einem System, dem es an Widerstandsfähigkeit und Agilität mangelt, so dass es kontinuierlich von technologischen Innovationen und anderen externen Impulsen überholt wird.

Das COMPAS-Projekt zu Patientensicherheit und Resilienz

Um mehr über unser Projekt und Themen der Patientensicherheit und Resilienz zu erfahren, schauen Sie sich gerne unser Video an:

Herausforderungen für die Patientensicherheit in der EMR

In der EMR wurden in Belgien, den Niederlanden und Deutschland Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit entwickelt. Um die Gesundheitssysteme in der EMR besser aufeinander abzustimmen, ist es von entscheidender Bedeutung, das Fachpersonal in einem gemeinsamen Referenzrahmen zu soziokulturellen Aspekten der Patientensicherheit und der Erhaltung der Arbeitskraft zu schulen. Eine solche Schulungsmaßnahme soll dazu beitragen, dass die grenzüberschreitenden Gesundheitssysteme über einen gemeinsamen Rahmen für die Schulung aller Beschäftigten in Bezug auf Sicherheitsstandards und die Stärkung der Personals verfügen. Indem wir unsere Ressourcen grenzüberschreitend vereinen, werden wir die derzeitige Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich der Patientensicherheit auf die nächste Stufe bringen.

Karte der Euregio Maas-Rhein (EMR)

Zielsetzung des Projekts

Das COMPAS-Projekt wird den organisatorischen Bedarf am Aufbau von Kapazitäten durch die Entwicklung eines umfassenden Bildungsansatzes decken. In enger Zusammenarbeit mit Fachleuten des Gesundheitswesens und Bildungsinnovator*innen werden wir ein Konzept für Bildungsprogramme - auf Mikro- und Makroebene - an der Schnittstelle zwischen Gesundheitsversorgung, Patientensicherheit und Innovation erstellen. Indem wir die Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Hochschulen und Ausbildungsbetrieben in der EMR ermöglichen, werden wir in der Lage sein, Bildungsprogramme auf verschiedenen Ebenen anzubieten. 

 

Projektübersicht 

Startdatum 01.03.2021 

Enddatum 31.08.2023